Service-Engineering & Pricing für die Kältetechnik
Konfiguration & Pricing von Full-Service-Angeboten
Das Familienunternehmen Wurm wurde 1872 in Remscheid als Sägenfabrik gegründet und vollzog in den 60er Jahren den Wechsel zur Herstellung von Schaltanlagen. Seit den 80er Jahren fand eine Spezialisierung auf die Mikroelektronik statt, sodass das Unternehmen Wurm Systeme heute zu den führenden Anbietern von Automatisierungssystemen für Kälteanlagen und für das Gebäudemanagement von Lebensmittelmärkten in Deutschland und Europa zählt. Zur Entwicklung und Produktion sind derzeit 120 Personen im Unternehmen beschäftigt. www.wurm.de
Ausgangslage
Aufgrund einer Gesetzesänderung auf europäischer Ebene, welche die Überwachung von Kältemittelkreisläufen und eine Verlustbegrenzung ab 2009 vorschreibt, entwickelte die Wurm GmbH eine erste Basisversion einer neuen Software zur Erfüllung der neuen Betreiberpflichten. Die Wurm GmbH sah sich durch die Forderung der Marktführer nach einer neuen Marktstandarddienstleistung und durch wenig Erfahrung im Bereich Services unter Druck gesetzt.
Herausforderung
Das Projekt hatte verschiedene Herausforderungen und Ziele: Auf der einen Seite musste ein Dienstleistungskonzept entwickelt werden und dessen Ausgestaltung die Bedürfnisse zweier Anspruchsgruppen befriedigen, da die Betreiber der Anlagen und die Kälteanlagebauer als Wartungsunternehmen spezifische Anforderungen besitzen.
Auf der anderen Seite musste ein komplexes Preismodell geschaffen werden, welches den Nutzen und die Kosten widerspiegelt, die Erschließung neuer Kundengruppen zulässt und zudem durch Transparenz gut kommunizierbar ist.
Vorgehensweise
- Nach der Aufnahme der Kundenanforderungen und einer Wettbewerbsanalyse wurden mithilfe des Service Quality Function Deployment (QFD) die technischen Spezifikationen der neuen Dienstleistung festgelegt.
- Im anschließenden Service Blueprinting wurden Kernprozesse dokumentiert, welche unter der Prämisse größtmöglicher Automatisierung zuvor gestaltet worden waren. Mit der Festlegung der Prozesse wurde das Kostenmodell vorbereitet.
- Auf der Grundlage eines mehrstufigen Mengengerüsts ist das Kosten- und Preismodell erstellt worden. Letzteres wurde einer Szenarioanalyse unterzogen und für einen Pretest konfiguriert.
- Quantifizierte Nutzenargumente sind erarbeitet worden.
- Das neue Preismodell wurde bei Lead-Usern getestet und feinjustiert.
Ergebnis
Realistische und vom Markt akzeptierte Preise wurden für die Dienstleistung ermittelt. Daneben konnten folgende weitere Ergebnisse erzielt werden:
- In sich schlüssiges Dienstleistungskonzept für die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen
- Erweiterbare Dienstleistung für den deutschen und europäischen Markt (Marktstandard)
- Handysoftware für die mobile Dateneingabe und eine digitalisierte Dokumentation
- Browsergestützte Software für den Zugriff auf Statistik und Auswertungen
- Größtmögliche Automatisierung der Kernprozesse und dadurch niedrige Prozesskosten
- Flexibles Preismodell, welches sich den Zielgruppen durch verschiedene Preiselemente anpasst
- Quantifizierte Nutzenargumente







